Schloss Lamberg, (c) ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger

Schloss & Geschichte

Katharina von Lamberg

In die Zeit des Biedermeiers fällt auch eine tragische Geschichte des Fürsten Gustav Joachim von Lamberg und seiner Frau Katharina von Lamberg. Wegen seiner Mitwirkung an einem Mordkomplott am späteren Kaiser Ferdinand 1832 durfte Gustav Joachim von Lamberg nicht heiraten. Ständig musste er einen grünen Strick um den Hals tragen, als Zeichen dessen, dass er zum Tode verurteilt worden war. Er sah sich gezwungen, den Wohnort vierteljährlich zu wechseln. Trotzdem ließ er sich nicht alle Lebensfreuden verbieten. Auf einem Erntefest lernte er die Tochter seines Gutsverwalters in Böhmen Katharina kennen und verliebte sich in sie. Erst nach seiner Amnestierung durch Franz Joseph I. im Jahre 1854 durfte er Katharina heiraten, die ihm in der Zwischenzeit acht Kinder geschenkt hat. Ihre Geschichte fand dennoch kein allzu glückliches Ende: Die Verwandtschaft war mit der unstandesgemäßen Heirat nicht einverstanden. Der einzige eheliche Sohn aus der Verbindung wurde enterbt und Katharina nach dem Tod ihres Gatten, nun verarmt, musste mit ihren Kindern in ein anderes Schloss ziehen.